Über uns

Entstehungsgeschichte des Frauenhauses

1977: Vereinsgründung und Konzeption

Als Mitte der siebziger Jahre die Diskussion über Gewalt gegen Frauen – damals noch ein Tabuthema – beginnt und die ersten Frauenhäuser entstehen schließen wir uns im März 1977 zu einer Initiative für ein selbstverwaltetes Frauenhaus in Nürnberg zusammen. Durch Infostände und Veranstaltungen machen wir auf das Problem aufmerksam und sammeln Unterschriften für ein Nürnberger Frauenhaus.Wir erarbeiten eine Konzeption und nehmen erste Kontakte zu StadträtInnen und dem Sozialreferat auf.

Am 14.12.1977 wird der Verein Hilfe für Frauen in Not e.V. gegründet.

1978: Erfolgreiche Verhandlungen um Gebäude, Trägerschaft und Finanzierung – die Beratungsarbeit beginnt

Relativ bald finden wir ein geeignetes Gebäude in städtischem Besitz und werden als Mieterinnen akzeptiert.

Wir beginnen in einem Stadtteilladen mit der Beratungsarbeit, geben ein Merkblatt für misshandelte Frauen und eine Broschüre für die interessierte Öffentlichkeit heraus und nehmen Kontakt zu anderen sozialen Institutionen auf.

Im Herbst überträgt uns der Stadtrat die Trägerschaft und stellt erste finanzielle Mittel zur Verfügung.

1979/1980: Renovierung des Hauses und Eröffnung

Wir beginnen in Eigenregie mit der Renovierung des Hauses und im Dezember 1979 können die ersten Frauen und Kinder einziehen.Zwei Wohnetagen stehen zunächst zur Verfügung, die bald hoffnungslos überfüllt sind.Ein Jahr später kann das ganze Haus mit 3 Wohnetagen, Spielzimmern und Beratungsräumen genutzt werden.

1987: Räumliche Erweiterung

Im Souterrain werden zusätzliche Räume ausgebaut. Für die Kinder stehen so weitere Spielräume zur Verfügung.

1992: Erweiterung des Beratungsangebots

Durch die Genehmigung einer weiteren Planstelle können nun externe Ratsuchende und ehemalige Bewohnerinnen intensiver beraten und unterstützt werden.

2003: Eröffnung der externen Beratungsstelle

Am 01.09.2003 startet das Modellprojekt: „Wege aus der häuslichen Gewalt – Beratung zur Flankierung des Gewaltschutzgesetzes“. Es  wird vom Bayerischen Staatsministerium für Soziales bezuschusst und ist bis 31.12.2004 befristet.

Für das Projekt mieten wir Beratungsräume außerhalb des Frauenhauses an und eröffnen die Beratungsstelle des Frauenhauses.

Seit 2005 führen wir die Beratungsstelle mit finanzieller Unterstützung der Stadt Nürnberg weiter. Mit Inkrafttreten des Stalking-Paragraphen (§ 238 StGB) erweitern wir die Zielgruppe und bieten nun „Beratung bei häuslicher Gewalt und Stalking“ an.

2007: Kooperationsprojekt Nürnberger Weg

Wir schließen uns mit weiteren Beratungsstellen und der Polizei zu einem Kooperationsprojekt zusammen, das uns die pro-aktive Kontaktaufnahme zu Opfern häuslicher Gewalt ermöglicht.

2015: Interventionsstelle

Das bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration beginnt in ganz Bayern Interventionsstellen für die pro-aktive Beratung gewaltbetroffener Frauen zu fördern. Wir übernehmen die Trägerschaft für die Interventionsstelle Nürnberg und gehen eine Verwaltungseinhait mit den Interventionsstellen Erlangen und Fürth ein.